Ich bin erst 5 Tage im Corridor und habe schon so viel entdeckt was anders ist, inklusiver vieler Früchte von denen ich noch nie gehört habe. Da die Unterschiede beim Essen jedoch schon einen ganzen Blogeintrag füllen würden, gehe ich darauf jetzt nicht weiter ein. Es sei nur gesagt, dass man nicht lange auf Vorrat einkaufen kann, da die Lebensmittel auf Grund der hohen Luftfeuchtigkeit sehr schnell schimmeln.
Wetter
Die Luftfeuchtigkeit lässt sich aber sehr gut ertragen und
die Klima Umstellung war für mich nicht anstrengend. Man muss sich nur dran
gewöhnen dauerzuschwitzen, einmal am Tag die Kleidung zu wechseln und
mindestens einmal am Tag zu duschen. Aber da es allen hier so geht ist das gar
nicht schlimm. Anstrengend ist es nur dass man auf Grund des hohen
Kleidungverbrauchs sooft waschen muss. Das macht man hier im Korridor per Hand
mit Pulver oder Seife (ich frage mich warum kein Flüssigwaschmittel verwendet
wird, dass fände ich irgendwie einfacher.) Dank der starken Waschmittel wird
die Kleidung aber erstaunlich gut sauber. Meine Kleidung trocknet jetzt seit 2
Tagen und ist leider immer noch sehr nass, obwohl sie extra dünn und aus
schnell trocknendem Material ist. Dazu muss man aber sagen dass ich sie nicht
in der Sonne, sondern hinterm Haus aufgehangen habe. Für den Notfalls gibt es auch einen Trockner mit dem soll nur sparsam umgegangen werden
damit er noch lange hält und weil man ihn Meilenweit hört. Gegen Nachmittag
Gewittert es meistens, leider nicht immer und leider nicht besonders stark.
Dass ist ein Problem denn wir haben gerade Regenzeit und es ist das zweite Jahr
in Folge, in dem es weniger regnet als sonst. In den nächsten Wochen werde ich einen Blogeintrag schreiben,
in dem ich näher auf diese Problematik eingehe. Praktisch ist jedoch das der
Regen hier so berechenbar ist, wenn man etwas draußen machen will macht man es
Vormittags und Nachmittags weiß man dass es wahrscheinlich regnen wird.
Unterbringung
Unser Rhythmus hat sich hier total verändert. Um sechs Uhr wird
es hier schon dunkel, dass ist aber gar nicht schlimm, denn dann fühlt es sich
hier schon an wie 8 oder 9Uhr. Man wacht aber schon gegen 5Uhr früh auf, da es
dann beginnt hell zu werden und die Geräusche im Dschungel nachts viel lauter
sind als Tags über. Wir schlafen in einem offenen liebevoll gestaltetem Haus,
aus der sogenannte Green School hat man
einen wunderschönen Ausblick auf den Dschungel. Dadurch dass das Haus so offen
gebaut ist, entspricht die Temperatur in der Green School der Außentemperatur.
Aber trotzdem reicht ein, hat langer Schalfanzug oder eine dünne Decke zum
schlafen aus. Die Duschen sind zwar kalt aber bei dem Wetter stört das gar nicht
und man kann auch herrlich im Fluss baden (das sieht aus wie in der Werbung.
Wenn man aufs Klo geht ist zu beachten, dass man das Klopapier in den Mülleimer
und nicht in die Toilette wirft, damit die Flüsse damit nicht verschmutzt
werden. Ich schlafe unter einem
Moskitonetz mit Reifen, 225 Mensch(Machen mitca. 1mm) dass auch noch mit
Durallin imprägniert ist und wurde bis jetzt auch nur einmal gestochen( Das
erste Moskitonetz das ich selber aufgehangen habe und dass ich aus funktionalen
Gründen und nicht aus Dekozwecken benutze) .Generell sind hier aber gar nicht
viele Moskitos unterwegs ich sprühe mich maximal nach dem duschen und nach dem
Waschen mit Moskitoschutzspray ein und dass reicht völlig. Mobil und
Internetnetz gibt es nicht in den Häusern selbst, aber es gibt trotzdem die Möglichkeit
zu kommunizieren, auf dem „Internetberg“.
Sicherheit
Prinzipiell sollte man in der Stadt sobald es dunkel wird
nicht mehr raus, das gilt hier im Regenwald aber nicht. Hier haben die Sicherheitsvorschriften
weniger mit Kriminalität und viel mehr mit giftigen Tieren zu tun. Deswegen
gilt, dass man bevor es dunkel wird eine Taschenlampe bei sich haben sollte
wenn man noch draußen oder woanders ist um den weg zu beleuchten. Denn man muss
immer gucken wo man hintritt und sollte auch nicht auf große Blätter treten da
unter ihnen Schlangen verborgen sein könnten. Ich habe zum Beispiel schon viele
giftige Frösche gesehen, in meinem Fall waren es schwarze mit grünen Flecken.
Einer war ein winziges Baby und total süß, aber trotzdem darf man sie nicht
anfassen! Sie sind hoch giftig! Um sich vor Kontakt mit solchen Tieren zu
schützen sollte man nicht nur immer dafür sorgen dass man sieht wo man hintritt
sondern auch geschlossene Schuhe (am besten hohe Gummistiefel) tragen wenn man in den Wald geht und nachts
sowieso.
Trotz der vielen Unterschiede habe ich schon das Gefühl
richtig in Costa Rica angekommen zu sein und fühle mich sehr wohl. Dies liegt vor
allem an der atemberaubenden Natur, aber auch an den gemütlichen Hütten und den
interessanten herzlichen Menschen hier!


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